Online-Abstimmungen bedürfen eines Umbaus des politischen Systems. Ansonsten lassen sie sich leicht missbrauchen.
Online-Abstimmungen bedürfen zusätzlicher Kontrollmechanismen und neuartige Sicherheitsvorkehrungen. Ich möchte meine Stimme nicht in eine zentrale Datenbank abgeben, wo mein Stimmverhalten permanent einem Monitoring unterworfen wäre. Das lässt sich missbrauchen. Wer garantiert, dass die guten Absichten von heute nicht die bösen Machthaber von morgen sind?
kandidiert für Grossrat Bern, GLP, 19. Juli 2009
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Am Geld kann es nicht scheitern. Stell Dir vor was für eine Erleichterung, wenn die Abstimmungsunterlagen online zur Verfügung gestellt werden können.
Michael Rüegg, 18. Juli 2009
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Mittels Online Voting kann die Stimmbeteiligung erhöht werden, die bekannten "Abstimmungssonntage" werden dadurch aber überflüssig.
Durch das Internet werden neue Quellen erschlossen, das entspricht dem Zeitgeist und wird sicherlich eine grössere Wahlbeteiligung generieren.
Was aber ist mit der Frage, ob man nicht zusätzlich vermehrt auf das "Recht auf Wählen" aufmerksam machen sollte.
Durch viele Aktionen und Abstimmungen haben die Generationen vor uns, dieses Recht erkämpft und wir sollten es nun auch bewahren. Die bekannten Abstimmungssonntage, z.B sind für mich direkt mit diesem Recht verknüpft.
Wenn die Leute in Zukunft an den Rechnern sitzen und so abstimmen, dann werden sie sich kaum noch die "Elefanten-Runden" am Sonntag um 19 Uhr anschauen, sondern via News Portal nach dem Resultat schauen. Dann braucht es in absehbarer Zeit diesen Sonntag nicht mehr und es können Wahltermine unter der Woche eingeführt werden.
Also nehmen wir das Internet als Hilfe, aber verlieren das dringlichere Ziel nicht aus den Augen.
Nur wenn Frau und Herr Schweizer weiss, dass sie/er wählen darf und soll, werden die Abstimmungen auch in Zukunft mit Leidenschaft und Energie geführt.
Christian Vogt, 16. Juli 2009
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Hand aufs Herz: Wer zu faul ist, einen Brief auf die Post zu bringen, ist auch zu faul, sich mit einem Thema ernsthaft auseinanderzusetzen.
Bei der Wahlbeteiligung zählt nicht nur Quantität, sondern auch Qualität!
Piraten, 16. Juli 2009
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Verständlicher Wunsch. Aber Transparenz und Manipulationssicherheit gehen in jedem Fall vor. E-Voting erhöht die Gefahr und senkt das Vertrauen.
Der Chaos Computer Club Deutschland schreibt zum Beispiel zur Verwendung von Wahlcomputern:
«Beim Einsatz von Wahlcomputern in Deutschland von 1999 bis 2008 wurden wesentliche Schritte des Wahlablaufs in das Innere eines Rechners verlegt und damit der öffentlichen Kontrolle entzogen. Wähler, Öffentlichkeit und selbst Wahlvorstände konnten nicht mehr nachvollziehen, was im Inneren der Computer mit den Stimmen geschah und wie die Ergebnisermittlung vor sich ging. Die Integrität der Wahl hing damit vom ordentlichen Funktionieren der Wahlcomputer und deren Manipulationssicherheit ab, die vom Wähler, aber auch von Wahlhelfern und Wahlvorstand de facto nicht überprüft werden konnten.» (Quelle:
http://wahlcomputer.ccc.de)
Piraten, 16. Juli 2009
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Ich bin genau deiner Meinung. Da der Mensch ein Bequemheitstier ist, ist das Online Voting genau das Richtige, die Stimmbeteiligung zu erhöhen.
Zwar ist es mittlerweile möglich, per Post abzustimmen, doch rein aus Bequemlichkeit würde ich es sehr begrüssen, wenn ich das Ganze auch am PC erledigen könnte.
An was es momentan scheitern wird, ist das Geld. Vor allem muss auch genau geprüft werden, wie es möglich ist, dass keine Manipulationen getätigt werden können.
Claudio Claudio, 16. Juli 2009
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