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Heute geht kein IT-Experte davon aus, dass Internetabstimmungen 100% sicher sind. Bis dahin stehe ich dem Anliegen positiv gegenüber - aber sobald sie gewährleistet ist, ist E-Voting zuzulassen. Die Gründe haben andere schon genannt.
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Glaubst Du wirklich dass jeder seine Abstimmungsunterlagen nach seinem Willen ausfüllt? oder ob er/sie nur noch unterschreiben kann, wenn Mann/Frau ihn schon nach "seinem" Willen ausgefüllt haben? Es würde sich also nichts ändern...
Daniela Liebi - SVP 22. Februar 2010 Verstoss melden
Hä? Das versteh ich jetzt nicht.
Entweder ist das jetzt ein Angriff gegen die patriarchale Gesellschaft, die Frauen unterdrückt, und Ihnen missfällt, dass Männer ihren Frauen die Unterlagen ausfüllen; in dem Fall sollten wir uns mal zusammensetzen, und ich probiere, Sie in die SP zu kriegen.

Oder Sie missbilligen das Wahlverfahren generell, weil da ja irgendwer abstimmen kann, dann sind sie Monarchistin, oder Anhängerin einer Diktatur, oder die Antifa demonstriert gegen Menschen wie Sie. (Wobei das jetzt nur eine Vermutung ist, ich habe Sie keinesfalls als Nazi bezeichnet!)

Oder aber ich versteh die Welt nicht mehr und brauche Beratung :)
Dominik Fitze - JUSO 22. Februar 2010 Verstoss melden
Die Sicherheit ist nicht gewährleistet- welche denn? das jeder für jeden stimmen kann? ich habe kein Problem, wenn die Ehepartner einander das Wahlmaterial ausfüllen, aber ist es den wirklich die Meinung des Unterzeichnenden? oder wird auch in der Familie überstimmt wenn nicht sogar manipuliert?
Daniela Liebi - SVP 22. Februar 2010 Verstoss melden
Quatsch. Es geht darum, dass:

1) Wahlfälschungen durch Manipulation der Daten leichter wird.

2) Die Anonymität der Abstimmung nicht mehr in dem Masse wie heute gewährleistet werden kann.

3) Die Gefahr besteht, dass Wahlfälschung und Angriffe auf die Anonymität viel schwerer zu bemerken sind.
Dominik Fitze - JUSO 22. Februar 2010 Verstoss melden
Es geht auch kein Mensch davon aus das ein Brief nicht geklaut werden kann.
Oliver Kamer 17. März 2010 Verstoss melden
Ja, aber beim Briefklau braucht man eben auch noch die Möglichket, also räumlich gesehen. Beim E-Voting fällt dies weg.
Dominik Fitze - JUSO 17. März 2010 Verstoss melden
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Jeder Computer manipuliert Daten. Somit wird jede Abstimmung über computer problemlos manipulierbar. Alles sind nur Bits und Bytes, da sind Paiere viel viel besser für Abstimmungen (und Wahlen) geeignet.
Ich empehle jedem das Buch "ein König für Deutschland" von Andreas Eschbach, da gehen einem die Augen auf, wo wir heute stehen.
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Und auf Papier passieren keine Fehler und Betrügereien?
Ich will der elektronischen Abstimmungs-Zukunft eine Chance geben: Demokratie ist mehr als Papierkram, Vertrauen ist Voraussetzung. Ich mag naiv sein, aber damit geht es mir besser, als mit dauernder Hinterfragerei und Angst-machen-lassen.
Denise Bähler - EVP 17. März 2010 Verstoss melden
Doch Denise, auf Papier können auch Fehler passieren, aber eine allfällige Nachzählung bringt Fehler an den Tag. Wenn jedoch der Computer Fehler macht bringt die Nachzählung wieder das gleiche falsche Resultat. Begreif doch, das das sich mit unserer direkten Demokratie nicht verträgt. Es ist zu gefährlich.
Brigitta Maria Weingartner 18. März 2010 Verstoss melden
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Und weshalb sind sie davon überzeugt, Herr Giger? Würde mich interessieren, wenn Sie diese Haltung noch etwas ausformulieren könnten.
Elisa Schlup 21. Dezember 2009 Verstoss melden
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Per Volksinitiative soll erreicht werden, dass Initiativen zukünftig online unterschrieben werden können. Dieses Unterfangen begrüsse ich, denn es stärkt die Möglichkeiten der Bürger klar.

Weiter sind E-Signing und E-Voting bezüglich der Sicherheitsfrage klar zu unterscheiden.
Abstimmungen und Wahlen (E-Voting) haben bereits „Endergebnisse“ zur Folge, weswegen die Sicherheitsfrage hierbei stärker zu gewichten ist.
Das Unterschreiben einer Initiative per Internet (E-Signing) hingegen hat lediglich zur Folge, dass eine bestimmte Frage dem Volk zur Abstimmungen vorgelegt wird, wo dann weiterhin klassisch - brieflich oder im Stimmlokal - abgestimmt würde. Eine allfällige und unerwartete Sicherheitslücke wäre also weniger fatal als beim E-Voting.

Eine allfällige Erhöhung der benötigten Unterschriften müsste im Zuge der Einführung des E-Signings geprüft werden. Eventuell könnte im Initiativtext vermerkt werden, dass eine zu bestimmende Erhöhung bei merklicher, unverhältnismässiger Zunahme der lancierten Volksinitiativen stattfinden muss.

Doch kommen wir zum eigentliche Zweck der „Internet-Initiative“:
Die Volksinitiative sollte ein Instrument der Bürger sein, ihre Anliegen einzubringen. Heute ist sie jedoch oft eine Frage des Geldes. Wer genügend finanzielle Mittel hat, kauft sich seine Unterschriften ganz einfach. Für 400'000.- Franken gibt's eine Initiative sogar im Pauschalangebot.
Doch auch wer auf Stimmenkauf verzichten kann und will, dem werden durch die Beglaubigung hohe Kosten auferlegt: Wer eine Initiative lancieren will, braucht alleine für den Versand der Unterschriftenbögen an die Gemeinden 50'000.- bis 100'000.- Franken. Das sind Kosten, die einem vom Staat gesetzlich aufgezwungen werden. Wer über dieses Geld nicht verfügt, kann eine Initiative nicht zur Abstimmung bringen.

Mit der Einführung der Möglichkeit, Initiativen online zu unterschreiben, würden diese unverhältnismässigen Kosten wegfallen und die Volksinitiative wieder zum politischen Mittel des Bürgers – unabhängig von seiner finanzieller Situation.

Weitere Infos und der genaue Wortlaut des Initiativtextes sind auf http://www.internet-initiative.ch abrufbar.
Sie wollen die Initiative unterstützen?
Werden sie Mitglied dieser Facebook-Gruppe:
http://www.facebook.com/internet.initiative
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Super diese differenzierten Überlegungen!
Roland Näf - Grossrat Bern, SP 2. März 2010 Verstoss melden
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Seit die briefliche Stimmabgabe eingeführt wurde, gehen deutlich weniger Leute an die Urne. In städtischen Gebieten sind es gerade noch um die 10% - die meisten davon am Bahnhof, wo man in der Regel keine Unterschriften sammeln darf.

Die Folge davon: Unterschriften sammeln ist extrem aufwändig geworden. Initiativen lanciert nicht mehr, wer eine gute Idee hat, sondern, wer sich leisten kann, Sammlerinnen und Sammler zu bezahlen.

Doch selbst wenn alle Unterschriften ehrenamtlich gesammelt werden, braucht es für die Beglaubigung immer noch 50'000.- bis 100'000.- Franken, denn die Bögen müssen regelmässig an die rund 2500 Schweizer Gemeinden versandt werden.

Mit der Möglichkeit, Initiativen elektronisch zu unterschreiben, sinken diese kosten auf 0. Jede und jeder hat wieder die Möglichkeit, eine Initiative zur Abstimmung zu bringen - unabhängig davon, wieviel Geld sie oder er besitzt.

Damit stärkt man die direkte Demokratie. Das Volk ist nicht mehr nur Ja- und Nein-Sager, sondern sucht nach eigenen Lösungen und beteiligt sich aktiv am politischen Geschehen.
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Es wird daran gearbeitet: in unserem System gibt es halt keine sensationellen Schnellschüsse und das ist gut so. Ich sehe weder vermehrte Manipulationsgefahr, noch andere böse Konsequenzen in der Sache. Ausser, dass das finanzkräftige Etablishment vom einfacheren Volk in Frage gestellt werden könnte...
Denise Bähler - EVP 22. Februar 2010 Verstoss melden
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Mit einem E-Voting im Internet hätte man sicher einen viel grösseren Missbrauch und eine grosse Manipulation zu bekämpfen.

Kein System ist lückenlos, alles kann und wird geknackt werden.
Das zeigen verschiedene Fälle in allen möglichen Branchen.
Durch die Minarett-Abstimmung gab es auch einige Personen, welche die Websites von Parteien gehackt haben.
Somit sieht man, nichts ist sicher davor, manipuliert zu werden.

Aber ich sehe noch eine zweite Gefahr.
Das E-Voting kann vielleicht beliebt werden, da mann nur einen Knopf drücken müsste und nichts mehr auf die Post oder an die Urne bringen.
Natürlich ist es bequemer über das Internet abzustimmen, dann würden sicher auch mehr Leute, welche zu faul sind abzustimmen, abstimmen.

Doch das birgt eine kleine Gefahr.
Faule Leute werden sich mit Sicherheit nicht mit den Themen auseinandersetzen und sich nicht viel dabei überlegen.
Somit wäre das eine Verfälschung von Wahlergebnissen aus meiner Sicht.

Ich bin zwar Mediamatiker (KV-Informatiker) und würde das begrüssen, doch ich stimme trotzdem lieber brieflich ab.
Das ist sicherer und ich mag es lieber klassisch abgestimmt zu haben.
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Das Problem mit der Sicherheit leuchtet mir durchaus ein. Das mit der mangelnden Auseinandersetzung eher weniger. Ich glaube dass Online- Voting keine grossen Änderungen mit sich bringen wird, was die "Tiefe" unserer Entscheidungsprozesse betrifft. Es gibt so viele Leute, die sich via Internet über eine Abstimmung informieren und dann einfach keine Zeit finden, Couvert zu finden, eine Briefmarke (ja in meinem früheren Wohnkanton musste ich sogar noch für mein Stimmrecht "bezahlen") und dazu noch einen der (immer selteneren) Postbriefkasten. Zu dieser Gruppe zähle ich mich. D.h. ich habe mich auseinandergesetzt mit der Vorlage, aber alle diese Hürden durch die briefliche Abgabe waren zu hoch oder der Aufwand zu gross. Natürlich, wenn es mir so wichtig gewesen wäre, hätte ich natürlich diese überwunden und wäre dann noch am Sonntag zur Urne gelaufen. Sowas ist aber mir und wahrscheinlich auch den meisten zu anstrengend.

Also: Der Staat hat meine Stimme nicht gekriegt, obwohl das Wissen da gewesen wäre. Dafür hat er tausend andere Stimmzettel erhalten, die vielleicht von der Mutter, der Schwester oder dem Freund des eigentlichen Stimmberechten ausgefüllt worden sind. Ist das legitimer oder besser? Nein.

Drum wird es höchste Zeit für Onlinevoting. Wir tun breiten Bevölkerungsgeschichten einen grossen Gefallen damit.
Dominique Fischer 11. Dezember 2009 Verstoss melden
Bei dir, Dominique, wird das nicht der Fall sein, wie du das beschreibst.
Doch es gibt viele User, die dann das sehen, sich einloggen und dann einfach kurz klicken, da diese bequemer ist.

Ich kenne mehrere Leute, die dann die Abstimmungen nicht mehr so ernst nehmen, wie die briefliche Abstimmung.
Aber das beste wärs wohl, das mal zu lancieren und dann zu schauen, wie das aussähe.

Das mit der Auseinandersetzung kann man nicht so voraussehen, das sind einfach meine Befürchtungen.
Michael Tanner 11. Dezember 2009 Verstoss melden
Ja klar, die Problematik werden diejenigen sein, die "fälschlicherweise" überstürzt den falschen Button anklicken (meine Alternative dazu: Wie auf dem Stimmzettel, selber Ja und Nein eintippen). Aber es gibt ja auch bei der brieflichen Stimmabgabe immer diejenigen, die sich irren (da sie nicht wissen wofür Ja und wofür Nein steht und dann irgendwas hinschreiben). Ich denke, Online- Voting wird da wenig ändern oder verschlimmern. Aber die Stimmbeteiligung wird garantiert höher sein. Deswegen soll man dieses Beteiligungsverfahren unbedingt prüfen (wie Du vorgeschlagen hast), zuerst mal kantonal wie in Zürich und dann anwenden für die nationale Ebene.
Dominique Fischer 11. Dezember 2009 Verstoss melden
Lieber Michael,
du darfst sicher noch lange auf Papier abstimmen. Aber denke mal an die Zukunfts-gläubigen, die brauchen auch mal was Neues und ich glaube, dass E-Voting eine Chance für unsere Demokratie ist!
In einem technisch weit entwickeltem Land wie der Schweiz habe ich persönlich Vertrauen in die Technik und Sicherheitsmassnahmen von E-Voting.
Denise Bähler - EVP 17. März 2010 Verstoss melden
Wir kennen uns doch :-D
Im Gegensatz zu Street View teile ich Deine Meinung. Bedenke: Street View und E-Voting liegen nicht weit auseinander, was die Gefährdung der Sicherheit angeht...
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 18. März 2010 Verstoss melden
Ich würde das Online-Voting selber begrüssen.
Bei meinem Beitrag spreche ich bloss die eventuellen Probleme an, die auftreten könnten.

Das heisst aber nicht, dass ich natürlich hier Recht habe.
Aber soweit ich die Technik kenne (arbeite in dem Bereich), könnte das noch Schwierigkeiten bereiten, bezüglich den Sicherheitsvorkehrungen.
Michael Tanner 18. März 2010 Verstoss melden
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Eine Abstimmung, bei der die Zettel von Hand gezählt werden können, garantieren eine genaue Kontrolle der Abstimmungen. Jeder und jede, die im Stande ist zu Stimmen resp. zu Wählen, könnte eine Abstimmung kontrollieren. In den Urnenbüros sind Stimmenzähler aus jeder Partei anwesend, die den ganzen Ablauf überprüfen können. Bei E-Voting braucht es EDV-Spezialisten. Wie kontrollieren wir dann? Eine Abstimmung oder Wahl wäre unkontrollierbar geworden, also denke ich Sicherheit vor Bequemlichkeit! Schliesslich heisst es ja für alle Bürger/innen: Rechte und Pflichten! Mit der Möglichkeit zur schriftlichen Abstimmung ist schon sehr viel Bequemlichkeit gewonnen und das Studieren der Themen, kann durch E-Voting auch nicht erspart werden.
3 Kommentare
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wie wahr...
Adrian Zehnder 6. November 2009 Verstoss melden
@Thomi: ;-) pssst, streng geheim, vor Sicherheitslücken schützen...
@ Brigitta und Adrian: und alle, die ausgezählt haben treffen sich dann in Bern und sammeln ihre Ergebnisse auf einer Schiefertafel... oder wie Handfest stellt ihr euch 2010 die Stimmenauszählungen vor? Es gibt bereits seit vielen Jahren auch hier die elektronische Übermittlung und dank den Sicherheitsvorschriften und -bestimmungen können wir uns auch sicher sein, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Und das soll auch in Zukunft so bleiben: ob an der Urne, brieflich oder per e-Voting!
Denise Bähler - EVP 17. März 2010 Verstoss melden
Liebe Denise und alle, die das E-Voting befürworten:
Sehr Euch hier die Nr. 5 an! Denise elektronisch zu übermitteln ist das Eine, aber dort wo ausgezählt wurde, sind die Zahlen fest. Jede Gemeinde gibt ihre Zahlen ab. Diese dann zusammenzuzählen ist ja keine Kunst. Jedenfalls überprüfbar für jeden 3. Klässler. Bei E-Voting ist das nicht mehr der Fall. Wie in Nr. 5 zu lesen: Jeder Computerfachmann lehnt E-Voting ab.
Brigitta Maria Weingartner 18. März 2010 Verstoss melden
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Die Frage ist doch: Werden die Entscheide für unser Land durch die elektronische Abstimmung besser? Oder werden Leute leichter vom "süssen Gift" der einen oder anderen Seite über den Tisch gezogen? Das hätte verherende Folgen für das Land. Das gilt es zu verhindern.

Wir machen gute Erfahrungen, wenn wir den täglichen, politischen PR-Hype über uns ergehen lassen und später nüchtern über das Thema abstimmen.

Die elektronische Abstimmung richtet sich deshalb auf das falsche Ziel aus! "Content is King!" Eine höhere Beteiligung ist mit relevanteren, einfacheren Vorlagen oder besseren Kandidaten eher zu erreichen als mit E-Voting.
1 Kommentar
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Ich gebe Markus Müller hier recht.
Wenn man sieht, was z.B. beim Fernsehen passiert, wenn auf die Quantität anstelle von Qualität geschaut wird ist offensichtlich.
Ich denke, es ist gut, wenn die Schwelle für die Stimmabgabe da bleibt, wo eben eher jene Abstimmen, die sich für ein Thema auch wirklich interessieren, die Chance, dass sie sich dann mit der Materie auch etwas ausführlicher auseinander gesetzt haben wird so doch grösser.
Die Möglichkeit der Brief-Abstimmung war doch eine genügend gute Lösung, einfach genug, Stimmen können allenfalls nachgezählt werden, ein Wahlbetrug bleibt so immer noch einigermassen aufdeckbar.
Christof Litz 19. August 2009 Verstoss melden
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Die sogenannten "Digital Natives" wären mit e-voting ganz sicherlich viel stärker in den politischen Prozess eingebunden als ohne. Aus meiner Sicht geht es gar nicht nur um Papier, das zur Post gebracht werden muss, sondern ganz einfach auch um die Art und Weise, wie heutige gängige Kommunikationsformen eingesetzt werden.

Wer rückständige Papierform als einziges Wahlinstrument noch lange so belässt, riskiert ganz einfach, dass sich viele junge Leute aus diesem Prozess verabschieden.

Das Argument der Sicherheit zieht aus meiner Sicht nicht. Es gibt viele Möglichkeiten, diese Sicherheit zu gewährleisten. Das darf sicherlich nicht die Ausrede sein, e-voting per Definition nicht zu fördern.
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Bin deiner Meinung. Nur darf man unser heutiges System nicht zu negativ betrachten. Blickt man nur auf die USA und sieht, was dort für Probleme vorkommen, können wir eigentlich zufrieden sein.
Tobias Frey 21. Juli 2009 Verstoss melden
Die Anpassung der Methoden an die üblichen Kommunikationsformen würde zumindest das Potential beinhalten, dass viele ihre demokratischen rechte wahr nehmen.
SIcher machen kann man das durchaus, ebenso, wie man traditionelle Formen unsicher machen kann, siehe USA. Und ob die heutige Methode sicherer ist, bin ich nicht so sicher.
Zumindest würe auch der Groove des verfahrens ein ganz anderer, was nicht ganz unwesentlich ist.
Andreas Burger - SP 17. August 2009 Verstoss melden
Ich finde, es ist kein Nachteil, wenn diese jüngere Zielgruppe durch die Briefwahl zumindest in Kenntnis der nächst gelegenen Briefkästen bleibt, da sie so eher die Möglichkeit haben, z.B. den Grosseltern auch mal einen Handgeschrieben Brief zu senden, dies anstelle eines SMS oder Mails.
Christof Litz 19. August 2009 Verstoss melden
E-Voting ist technisch noch absolut in den Kinderschuhen und völlig unsicher. Obs einen Effekt auf die Stimmbeteiligung haben wird, ist unbekannt. Alles nur Spekulation und ein vor die negativen Effekte vorgeschobenes Positiv-Argument.
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 19. Februar 2010 Verstoss melden
Ich bin unbedingt für e-voting. wir müssen mit der Zeit gehen und es ist nun einfach mal so, dass Junge lieber neue Medien nutzen. Es heisst ja nicht, dass man nicht auch schriftlich abstimmen kann. Beide Möglichkeiten müssen in Zukunft verwendet werden.
Andrea Zryd - SP 17. März 2010 Verstoss melden
Das Argument zieht nicht? Weshalb gibt es keinen einzigen Fachspezialisten, der e-Voting unterstützt? Darauf würde ich gerne mal eine Antwort sehen. Mit e-Voting können Abstimmungen völlig intransparent durchgeführt werden - auch ohne Beteiligung der Stimmbürger.
Bernhard Schindler 18. März 2010 Verstoss melden
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Online-Abstimmungen bedürfen zusätzlicher Kontrollmechanismen und neuartige Sicherheitsvorkehrungen. Ich möchte meine Stimme nicht in eine zentrale Datenbank abgeben, wo mein Stimmverhalten permanent einem Monitoring unterworfen wäre. Das lässt sich missbrauchen. Wer garantiert, dass die guten Absichten von heute nicht die bösen Machthaber von morgen sind?
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Nur eine Frage: Wie lässt sich dein Stimmverhalten missbrauchen? Sowieso sehe ich nicht, wie ein "böser Machthaber" an die Macht kommen soll.
Tobias Frey 21. Juli 2009 Verstoss melden
Das Schweizer System ist nicht in Stein gemeisselt.
Wüsste ein "böser Staat" wie ich stimme, liessen sich Abstimmungen (er kennt ja dann alle politischen Ausrichtungen im Land) vortrefflich manipulieren, etwa indem missliebige Wähler vor der Wahl unter Druck gesetzt werden.
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 24. Juli 2009 Verstoss melden
Ok, aber ich denke es gehört zu den Sicherheitsvorkehrungen, dass das Abstimmen weiterhin anonym bleibt. Dazu braucht es ein transparentes und gutes Sicherheitssystem, kein Umbau des politischen Systems. Nochmals, beim E-banking funktioniert es auch.
Tobias Frey 27. Juli 2009 Verstoss melden
E-Banking: Da wäre ich nicht so sicher. Die Banken kommunizieren ihre Ausfälle durch Sicherheitsprobleme nicht. Kein ICT-System ist sicher. Per Definition ist in einem solchen System niemand anonym. Wie gesagt: Vertrauen in den Staat ist nötig. Und das ist schon mal eine schlechte Voraussetzung.
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 29. Juli 2009 Verstoss melden
Das nötige Anonymisieren der Stimmen erlaubt im Gegenzug Wahlfälschungen. Dies ist ein ebenso gravierender Einwand wie jener zum "gläsernen Bürger".
Wie dies technisch verhindert werden könnte ist mir nicht klar.
Christof Litz 19. August 2009 Verstoss melden
Christof - genau meine Rede. Es kann nicht verhindert werden.
Bruno Habegger - Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP 5. September 2009 Verstoss melden
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