Solange die Sicherheit nicht gewährleistet ist, sollten wir die Sache gründlich überdenken
Heute geht kein IT-Experte davon aus, dass Internetabstimmungen 100% sicher sind. Bis dahin stehe ich dem Anliegen positiv gegenüber - aber sobald sie gewährleistet ist, ist E-Voting zuzulassen. Die Gründe haben andere schon genannt.
JUSO, 20. Januar 2010
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Jeder Computerprofi lehnt elektronische Abstimmungen ab.
Jeder Computer manipuliert Daten. Somit wird jede Abstimmung über computer problemlos manipulierbar. Alles sind nur Bits und Bytes, da sind Paiere viel viel besser für Abstimmungen (und Wahlen) geeignet.
Ich empehle jedem das Buch "ein König für Deutschland" von Andreas Eschbach, da gehen einem die Augen auf, wo wir heute stehen.
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Damit die Volksentscheide kräftiger und objektiver werden, muss die Stimmbeteiligung steigen. Ich bin überzeugt, dass man dieses Ziel mit E-Voting erreicht.
FDP. Die Liberalen, 15. Dezember 2009
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Ob Abstimmungen und Wahlen online durchgeführt werden sollten, ist fraglich - Initiativen online unterschreiben zu können wäre jedoch wünschenswert.
Per Volksinitiative soll erreicht werden, dass Initiativen zukünftig online unterschrieben werden können. Dieses Unterfangen begrüsse ich, denn es stärkt die Möglichkeiten der Bürger klar.
Weiter sind E-Signing und E-Voting bezüglich der Sicherheitsfrage klar zu unterscheiden.
Abstimmungen und Wahlen (E-Voting) haben bereits „Endergebnisse“ zur Folge, weswegen die Sicherheitsfrage hierbei stärker zu gewichten ist.
Das Unterschreiben einer Initiative per Internet (E-Signing) hingegen hat lediglich zur Folge, dass eine bestimmte Frage dem Volk zur Abstimmungen vorgelegt wird, wo dann weiterhin klassisch - brieflich oder im Stimmlokal - abgestimmt würde. Eine allfällige und unerwartete Sicherheitslücke wäre also weniger fatal als beim E-Voting.
Eine allfällige Erhöhung der benötigten Unterschriften müsste im Zuge der Einführung des E-Signings geprüft werden. Eventuell könnte im Initiativtext vermerkt werden, dass eine zu bestimmende Erhöhung bei merklicher, unverhältnismässiger Zunahme der lancierten Volksinitiativen stattfinden muss.
Doch kommen wir zum eigentliche Zweck der „Internet-Initiative“:
Die Volksinitiative sollte ein Instrument der Bürger sein, ihre Anliegen einzubringen. Heute ist sie jedoch oft eine Frage des Geldes. Wer genügend finanzielle Mittel hat, kauft sich seine Unterschriften ganz einfach. Für 400'000.- Franken gibt's eine Initiative sogar im Pauschalangebot.
Doch auch wer auf Stimmenkauf verzichten kann und will, dem werden durch die Beglaubigung hohe Kosten auferlegt: Wer eine Initiative lancieren will, braucht alleine für den Versand der Unterschriftenbögen an die Gemeinden 50'000.- bis 100'000.- Franken. Das sind Kosten, die einem vom Staat gesetzlich aufgezwungen werden. Wer über dieses Geld nicht verfügt, kann eine Initiative nicht zur Abstimmung bringen.
Mit der Einführung der Möglichkeit, Initiativen online zu unterschreiben, würden diese unverhältnismässigen Kosten wegfallen und die Volksinitiative wieder zum politischen Mittel des Bürgers – unabhängig von seiner finanzieller Situation.
Weitere Infos und der genaue Wortlaut des Initiativtextes sind auf
http://www.internet-initiative.ch abrufbar.
Sie wollen die Initiative unterstützen?
Werden sie Mitglied dieser Facebook-Gruppe:
http://www.facebook.com/internet.initiative
Vorstand Jugendparlament Köniz, Parteilos, 15. Dezember 2009
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Das digitale Unterschreiben von Initiativen stärkt die direkte Demokratie enorm. Das Sicherheitsrisiko aber ist klein, wenn herkömmlich darüber abgestimmt wird.
Seit die briefliche Stimmabgabe eingeführt wurde, gehen deutlich weniger Leute an die Urne. In städtischen Gebieten sind es gerade noch um die 10% - die meisten davon am Bahnhof, wo man in der Regel keine Unterschriften sammeln darf.
Die Folge davon: Unterschriften sammeln ist extrem aufwändig geworden. Initiativen lanciert nicht mehr, wer eine gute Idee hat, sondern, wer sich leisten kann, Sammlerinnen und Sammler zu bezahlen.
Doch selbst wenn alle Unterschriften ehrenamtlich gesammelt werden, braucht es für die Beglaubigung immer noch 50'000.- bis 100'000.- Franken, denn die Bögen müssen regelmässig an die rund 2500 Schweizer Gemeinden versandt werden.
Mit der Möglichkeit, Initiativen elektronisch zu unterschreiben, sinken diese kosten auf 0. Jede und jeder hat wieder die Möglichkeit, eine Initiative zur Abstimmung zu bringen - unabhängig davon, wieviel Geld sie oder er besitzt.
Damit stärkt man die direkte Demokratie. Das Volk ist nicht mehr nur Ja- und Nein-Sager, sondern sucht nach eigenen Lösungen und beteiligt sich aktiv am politischen Geschehen.
BKW, 3. Dezember 2009
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Manipulationsgefahr bei Online-Voting und keine direkte Auseinandersetzung mehr von Wählern.
Mit einem E-Voting im Internet hätte man sicher einen viel grösseren Missbrauch und eine grosse Manipulation zu bekämpfen.
Kein System ist lückenlos, alles kann und wird geknackt werden.
Das zeigen verschiedene Fälle in allen möglichen Branchen.
Durch die Minarett-Abstimmung gab es auch einige Personen, welche die Websites von Parteien gehackt haben.
Somit sieht man, nichts ist sicher davor, manipuliert zu werden.
Aber ich sehe noch eine zweite Gefahr.
Das E-Voting kann vielleicht beliebt werden, da mann nur einen Knopf drücken müsste und nichts mehr auf die Post oder an die Urne bringen.
Natürlich ist es bequemer über das Internet abzustimmen, dann würden sicher auch mehr Leute, welche zu faul sind abzustimmen, abstimmen.
Doch das birgt eine kleine Gefahr.
Faule Leute werden sich mit Sicherheit nicht mit den Themen auseinandersetzen und sich nicht viel dabei überlegen.
Somit wäre das eine Verfälschung von Wahlergebnissen aus meiner Sicht.
Ich bin zwar Mediamatiker (KV-Informatiker) und würde das begrüssen, doch ich stimme trotzdem lieber brieflich ab.
Das ist sicherer und ich mag es lieber klassisch abgestimmt zu haben.
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E-Voting ist wirklich gefährlich für unsere direkte Demokratie!
Eine Abstimmung, bei der die Zettel von Hand gezählt werden können, garantieren eine genaue Kontrolle der Abstimmungen. Jeder und jede, die im Stande ist zu Stimmen resp. zu Wählen, könnte eine Abstimmung kontrollieren. In den Urnenbüros sind Stimmenzähler aus jeder Partei anwesend, die den ganzen Ablauf überprüfen können. Bei E-Voting braucht es EDV-Spezialisten. Wie kontrollieren wir dann? Eine Abstimmung oder Wahl wäre unkontrollierbar geworden, also denke ich Sicherheit vor Bequemlichkeit! Schliesslich heisst es ja für alle Bürger/innen: Rechte und Pflichten! Mit der Möglichkeit zur schriftlichen Abstimmung ist schon sehr viel Bequemlichkeit gewonnen und das Studieren der Themen, kann durch E-Voting auch nicht erspart werden.
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Die Qualität der Entscheidungen ist wichtiger als die Quantität der abgegebenen Stimmen.
Die Frage ist doch: Werden die Entscheide für unser Land durch die elektronische Abstimmung besser? Oder werden Leute leichter vom "süssen Gift" der einen oder anderen Seite über den Tisch gezogen? Das hätte verherende Folgen für das Land. Das gilt es zu verhindern.
Wir machen gute Erfahrungen, wenn wir den täglichen, politischen PR-Hype über uns ergehen lassen und später nüchtern über das Thema abstimmen.
Die elektronische Abstimmung richtet sich deshalb auf das falsche Ziel aus! "Content is King!" Eine höhere Beteiligung ist mit relevanteren, einfacheren Vorlagen oder besseren Kandidaten eher zu erreichen als mit E-Voting.
5. August 2009
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e-Voting würde eine jüngere Zielgruppe in den politischen Prozess einbinden.
Die sogenannten "Digital Natives" wären mit e-voting ganz sicherlich viel stärker in den politischen Prozess eingebunden als ohne. Aus meiner Sicht geht es gar nicht nur um Papier, das zur Post gebracht werden muss, sondern ganz einfach auch um die Art und Weise, wie heutige gängige Kommunikationsformen eingesetzt werden.
Wer rückständige Papierform als einziges Wahlinstrument noch lange so belässt, riskiert ganz einfach, dass sich viele junge Leute aus diesem Prozess verabschieden.
Das Argument der Sicherheit zieht aus meiner Sicht nicht. Es gibt viele Möglichkeiten, diese Sicherheit zu gewährleisten. Das darf sicherlich nicht die Ausrede sein, e-voting per Definition nicht zu fördern.
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Online-Abstimmungen bedürfen eines Umbaus des politischen Systems. Ansonsten lassen sie sich leicht missbrauchen.
Online-Abstimmungen bedürfen zusätzlicher Kontrollmechanismen und neuartige Sicherheitsvorkehrungen. Ich möchte meine Stimme nicht in eine zentrale Datenbank abgeben, wo mein Stimmverhalten permanent einem Monitoring unterworfen wäre. Das lässt sich missbrauchen. Wer garantiert, dass die guten Absichten von heute nicht die bösen Machthaber von morgen sind?
Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP, 19. Juli 2009
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