Wenn Missbrauch ausgeschlossen werden kann, gehört e-voting die Zukunft.
Grossrat des Kantons Bern, SVP, 17. März 2010
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Online Voting hilft allen!
Ich bin für ein Online-Voting, da es allen hilft. Wenn es aber dann nur noch ein Online-Voting gibt bin ich dagegen. Leute die keinen Internetanschluss haben sollten weiterhin per Brief oder an der Urne abstimmen können.
17. März 2010
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E-Voting untergräbt das Vertrauen in die Abstimmungs- und Wahlresultate
Es kommt immer wieder zu knappen Abstimmungs- und Wahlresultaten, wo manchmal nicht nur einmal sondern zweimal nachgezählt wird. Bei E-Voting wären die Bürger vollständig den Informatikspezialisten ausgeliefert. Behauptungen, dass betrogen wird, können nicht mehr wirklich überprüft werden. Das Ausfüllen der Abstimmungunterlagen auf Papier braucht nicht mehr Zeit als E-Voting, ist aber viel sicherer.
Grossrat Bern, SP, 2. März 2010
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Solange wir noch per Papier abstimmen, gilt es die Hemmschwelle zu senken, das graue Kuvert überhaupt zu öffnen. Zum Beispiel so …
Administrator, 22. Februar 2010
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Elektronische Initiativen und Referenden könnten das Interesse an der Teilnahme am demokratischen Prozess wieder wecken!
Ich habe schon dargelegt, warum E-Voting für Wahlen und Abstimmungen abzulehnen ist. Bei elektronischen Initiativen und Referenden fallen die Vorbehalte aber weg, denn dafür ist keine Anonymität nötig. Einzig ein persönliches signiertes elektronisches Zertifikat ist notwendig, um elektronische Unterschriftensammlungen gleich sicher zu machen wie die Handschriftlichen.
Ich bin überzeugt von unserer direkten Demokratie. Ein wichtiger Aspekt elektronischer Initiativen und Referenden ist die Förderung derselben. Durch die einfache Teilnahme per Computer und Internet könnte das Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger geweckt werden, wieder mitzureden. Das wird sich schlussendlich auch auf Wahlen und Abstimmungen auswirken.
Ein zweiter positiver Aspekt ist der verringerte Verwaltungsaufwand. Elektronische Stimmen können in Sekundenschnelle automatisch ausgewertet werden.
Piraten, 22. Februar 2010
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Da muss unbedingt etwas gehen, denn damit erreicht man die Leute auch wieder eher, vor allem die jungen Menschen.
kandidiert für Stadtrat Thun, EVP, 21. Februar 2010
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Die Mathematik und Technik hinter einem sicheren E-Voting-System ist zu komplex um es den Bürgerinnen und Bürgern glaubhaft als sicher zu verkaufen.
E-Voting soll im Grundsatz dieselben gemeinsamen Vorteile der Urnen- und Briefwahlen bieten. Das sind im Wesentlichen:
- Anonymität
- Überprüfbarkeit der Ergebnisse
- Manipulationssicherheit
- Nachvollziehbarkeit der Vorgänge
Durch die asymmetrische Verschlüsselung ist es längst möglich, der Kommunikation zwischen dem Computer und dem Server die ersten drei Eigenschaft zu verleihen. Bei der Nachvollziehbarkeit beginnen aber die Probleme. Man müsste einen Weg finden, die Abstimmenden von der Sicherheit einer asymmetrischen Verschlüsselung zu überzeugen. Die Mathematik, die dahinter steckt, ist zu komplex um sie ihnen zuzumuten. Es gibt ausserdem noch keinen mathematischen Beweis der Sicherheit dieses Verfahrens.
Das zweite Problem liegt beim lokalen Computer. Er kann Viren haben und man kann nicht zu 100% sicher sein, dass man nun wirklich mit dem richtigen Gegenüber kommuniziert. Und ist die Anonymität wirklich gewährleistet? Klar gibt es auch hier Wege, die das Ganze extrem sicher machen würden. Es müsste aber auch hier ein Weg gefunden werden, die Sicherheit glaubhaft zu vermitteln.
Nun kommen wir zum dritten Element: der Server. Beim Brief und bei der Urne ist es klar: Wenn der Brief ungeöffnet ist, wurde der Inhalt nicht verändert. Wenn die Urne versiegelt ist, wurde sie nicht geöffnet. Wie kann aber ein Server feststellen, ob die Stimme unterwegs abgeändert wurde?
Das zweite Problem: jeder Server hat einen Administrator, der die Macht über alles hat. Eine einzige Person kann das Resultat verfälschen und gleichzeitig die vorhandenen Daten so manipulieren, dass es nicht mehr nachvollziehbar ist.
Es gibt für alle aufgelisteten Probleme Lösungen. Es wird aber extrem komplex und unübersichtlich. Kann man nun von den Bürgerinnen und Bürgern erwarten, dem System zu vertrauen? Kaum jemand wird sich von der Sicherheit dieses Systems überzeugen lassen.
Deswegen bin ich gegenüber E-Voting für Abstimmungen und Wahlen extrem skeptisch und lehne es in erster Linie ab. Für Initiativen und Referenden hingegen würde ich es begrüssen. Denn dann würde die Beteiligung am politischen Prozess wirklich zunehmen.
Piraten, 20. Februar 2010
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Ja zum Online-Voting: Sobald Acrobat Reader, Internet Explorer und Firefox keine Sicherheitslücken mehr haben ;-)
Also nie.....
Falls es möglich ist, ein wirklich sicheres und fälschungssicheres Online-Voting durchzuführen - etwas geht heute offenbar nicht: Alle Heimcomputer zu sicheren und virenfreien Computern zu machen.
Und somit bleibt es immer denkbar, dass eine Drittperson fremde Computer steuert und Abstimmungen manipuliert. Hand aufs Herz: der geneigte Leser und Computerexperte weiss vielleicht genau, was alles sein Computer macht, wohin er online Verbindung aufnimmt und wann ... - aber genauso gibt es - natürlich nicht beim Leser - genügend Computer, die manchmal anderes machen, als der Benutzer will.
Piraten, 18. Februar 2010
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Zurück zur persönlichen Stimmabgabe!
E-Voting und briefliche Stimmabgabe führen zum Verlust an politischer Auseinandersetzung.
Die Teilnahme an Abstimmungen und Wahlen muss einen anderen Stellenwert behalten als beliebige Meinungsumfragen. Je mehr die Menschen die Öffentlichkeit vermeiden und sich in den eigenen vier Wänden verschanzen, umso weniger lebt die gemeinsame Kultur.
Die persönliche Stimmabgabe könnte wieder zu einem bedeutsamen Ereignis werden, betont sie doch, dass bei uns der Stimmbürger die Macht über den Staat ausüben soll - nicht umgekehrt.
Piraten, 31. Januar 2010
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Das E-Voting ist hier.
Ein Plädoyer für die Urne!
Erste Pilotversuche im Kanton Zürich fanden bereits statt und sind mittlerweile auf diverse Gemeinden ausgedehnt worden. Der Kanton Zürich hat dafür den Public Service Award der Vereinten Nationen 2007 gewonnen. Ich lebe in Zürich im Kreis 2 und stimme seit geraumer Zeit via Internet ab. Bequem.
Wirklich viele neue WählerInnen hat's, so weit ich weiss, nicht gebracht, sondern eher eine Verschiebung von Brief- auf E-Wähler.
E-Voting ist eine gute Sache, aber trotzdem empfehle ich, nicht jede Wahl via Couvert oder Compi zu erledigen, sondern ab und zu auch an die Urnen zu gehen. Mache ich mindestens einmal im Jahr. Die Stimmabgabe erhält ein anderes Gewicht, es besteht die Möglichkeit andere politisch interessierten Menschen aus dem Quartier oder der Gemeinde kennen zu lernen, die "Urnen-Männer und -Frauen" müssen sich nicht einsam fühlen, man verschläft nicht den ganzen Sonntag und wer Kinder hat, gibt ein gutes staatsbürgerliches Beispiel ab (das Einwerfen der Couverts ist viel eindrucksvoller als ein Mausklick).
Gemeinderat Zürich, GLP, 22. Januar 2010
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